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Irrtümer

"Über den Lichtschutzfaktor weiß ich eigentlich gar nichts"
In Deutschland wird der Lichtschutzfaktor seit einiger Zeit mit dem Hinweis "Australischer Standard" oder "entspricht dem Australischen Standard" angegeben. Diese Begriffe sagen aber nichts darüber aus, wie gut der UV-Schutz ist. Produkte mit diesem Vermerk müssen allerdings einen gewissen Mindestwert erfüllen, der bei Lichtschutzfaktor 25 der gleiche wie bei Lichtschutzfaktor 5 sein kann. Mehr über die Schutzfunktion sagt die DIN-Norm für UV-A-Strahlung aus. Bei so gekennzeichneten Cremes ist der UV-A-Schutz dem UV-B-Lichtschutzfaktor angemessen und schützt die Haut vor vorzeitiger Alterung und Schäden durch die Sonne.

"Woran erkenne ich eigentlich eine gute Sonnencreme?"
Sie sollte auf jeden Fall dermatologisch getestet und sehr wasserfest sein. Nicht nur für Allergiker gut: keine Duftstoffe und keine so genannten PEG-Emulgatoren. Die Sonnencreme sollte sowohl vor UV-A-, als auch vor UV-B-Strahlung schützen. Ein gutes Sonnenprodukt zeichnet sich außerdem durch angenehmes Auftragen auf die Haut aus und klebt nicht.

"Je höher der Lichtschutzfaktor, desto größer ist auch der Schutz"
Zwischen einem niedrigen und einem hohen Lichtschutzfaktor besteht wohl noch der größte Unterschied. Lichtschutzfaktor 4 absorbiert 75 Prozent der UV-B-Strahlung. Lichtschutzfaktor 10 im Vergleich schon 90 Prozent. Ab Lichtschutzfaktor 20 wächst der Schutz nur noch minimal an. Liegt er bei Lichtschutzfaktor 20 bei 95 Prozent, schützt die Creme mit Lichtschutzfaktor 50 vor 98 Prozent der schädigenden UV-B-Strahlung. Das sind gerade mal 3 Prozent mehr. Starten Sie also auf jeden Fall mit einer Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

"Eine leichte Rötung ist doch nicht schlimm"
An fast jedem Strand sind Sonnenanbeter zu sehen, deren Haut schon gerötet ist. Doch anstatt aus der Sonne zu gehen, wird einfach noch mal etwas Sonnencreme aufgetragen. Abends leuchten diese Menschen dann in sattem Rot und behaupten oft, das sei ja alles nicht so schlimm. "Eine leichte Rötung ist immer eine Entzündung in der Haut und eventuelle Schäden wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs werden erst nach 20 bis 30 Jahren sichtbar", erklärt Dr. Ulrich Shih, Facharzt für Dermatologie. Denn die Haut vergisst keinen auch noch so leichten Sonnenbrand.

"Dunkle Hauttypen bekommen keinen Sonnenbrand"
Viele Menschen sind der Meinung, dass dunkle, schnell bräunende Hauttypen keinen Sonnenbrand bekommen. Das stimmt leider nur bedingt. Dunkle Hauttypen haben zwar einen höheren biologischen Eigenschutz, müssen sich aber wie alle anderen Hauttypen vor zu starker Sonneneinstrahlung schützen. Richtig sei allerdings, dass sie mit dem gleichen Lichtschutzfaktor länger in der Sonne bleiben könnten, als die helleren Hauttypen.

 
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